ablassen

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ab|las|sen ['aplasn̩], lässt ab, ließ ab, abgelassen:
1. <tr.; hat
a) herauslaufen, ausströmen lassen:
das Wasser aus der Badewanne, Gas ablassen.
b) durch Herauslaufenlassen der Flüssigkeit leer machen:
den Tank ablassen.
2. <tr.; hat aus Gefälligkeit [preiswert] verkaufen, abgeben:
ich würde Ihnen das Buch für acht Euro ablassen; sie ließ ihm die Hälfte ihrer Portion ab.
Syn.: abtreten, geben, hergeben, übereignen, überlassen, zur Verfügung stellen, zuteilwerden lassen.
3. <tr.; hat einen Rabatt gewähren:
der Verlag lässt [der Agentur] 15 % ab.
Syn.: nachlassen.
4. <itr.; hat
a) (von etwas) Abstand nehmen, (etwas) aufgeben, nicht weiter verfolgen:
von einem Plan, der Verfolgung ablassen; sie ließen nicht ab (sie hörten nicht auf) zu feuern.
Syn.: abkommen, sich abschminken (salopp), abschreiben (ugs.), absehen, entsagen (geh.), verzichten.
b) jmdn. nicht mehr bedrängen, verfolgen:
sie schlugen auf ihn ein und ließen erst von ihm ab, als er reglos am Boden lag.

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ạb||las|sen 〈V. 174; hat
I 〈V. tr.〉
1. leerlaufen, auslaufen, ablaufen lassen (Teich, Flüssigkeit)
2. entweichen lassen (Dampf)
3. abfahren lassen (Zug)
● jmdm. etwas \ablassen überlassen, abgeben, verkaufen; etwas vom Preis \ablassen mit dem P. heruntergehen
II 〈V. intr.〉 aufhören ● von etwas \ablassen aufhören, etwas zu tun; von einem Vorhaben \ablassen es aufgeben

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ạb|las|sen <st. V.; hat:
1.
a) abfließen, herauslaufen lassen:
das Öl [aus dem Motor] a.;
Wasser aus der Wanne a.;
b) ausströmen, entweichen lassen:
Dampf ablassen;
die Luft aus einem Reifen a.;
Ü seinen Ärger, seinen Frust a.;
(ugs.:) Sprüche a.;
c) durch Ablassen (1 a) entleeren:
einen Teich a.;
die Kessel müssen vor der Reparatur abgelassen werden.
2. sich in Bewegung setzen lassen:
Brieftauben a.;
einen Zug a.
3. aus Gefälligkeit abgeben:
jmdm. die Hälfte seiner Portion a.
4. [jmdm.] einen bestimmten Preisnachlass gewähren:
er lässt [ihr] von dem Preis 15 % ab.
5. (ugs.) nicht [wieder] befestigen, nicht [wieder] anlegen:
das Schildchen a.
6.
a) von etw. absehen u. es nicht weiterverfolgen, von etw. abgehen u. sich nicht mehr daran halten:
von einem Vorhaben a.;
b) sich nicht mehr mit jmdm. befassen:
von dem Unterlegenen a.

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ạb|las|sen <st. V.; hat: 1. a) abfließen, herauslaufen lassen: das Öl [aus dem Motor] a.; Wasser aus der Wanne a.; b) ausströmen, entweichen lassen: Dampf a.; Das verschmutzte Kältemittel wird gewöhnlich in die Atmosphäre abgelassen (CCI 9, 1986, 32); die Luft aus einem Reifen a.; Ü seinen Groll, Sprüche a.; Selbst weniger zart besaitete Minister ... lassen in vertraulichen Zirkeln aufgestauten Frust ab (Woche, 7. 2. 97, 5); c) durch Ablassen (1 a) entleeren: einen Teich a.; die Kessel müssen vor der Reparatur abgelassen werden. 2. sich in Bewegung setzen lassen: Brieftauben a.; dass ein Zug in der Richtung von Breslau her aus der nächstliegenden Station abgelassen sei (Hauptmann, Thiel 20). 3. aus Gefälligkeit [preiswert] verkaufen, abgeben: ich würde Ihnen das Buch für zwölf Mark a.; jmdm. die Hälfte seiner Portion a. 4. [jmdm.] einen bestimmten Preisnachlass gewähren: er lässt [ihr] von dem Preis 15 % ab. 5. (ugs.) nicht [wieder] befestigen, nicht [wieder] anlegen: das Schildchen a. 6. a) von etw. absehen u. es nicht weiterverfolgen, von etw. abgehen u. sich nicht mehr daran halten: von einem Vorhaben a.; Er lässt nicht ab von seiner Idee (Langgässer, Siegel 595); Ist das wache Gewissen nicht selbst Antrieb genug, nicht abzulassen in der Bemühung ... (Goes, Hagar 170); b) sich nicht mehr mit jmdm. befassen: von dem Unterlegenen a.; Nach einigen Bissen ließ der Hund von ihr ab (Grzimek, Serengeti 211).

Universal-Lexikon. 2012.

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